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Ballade einer vergessenen Toten – Liza Cody

Amy, als Schriftstellerin erfolglos, vom erfolgreichen Gatten gerade verlassen, sitzt in einem Café und brütet vor sich hin, als sie im Radio einen Song aus den 80-zigern hört, der sie an die Band Sisterhood, vor allem aber an Elly Astoria erinnert. Letztere eine begnadete Songwriterin und Musikerin, die auf brutale Weise ermordet wurde. Spontan beschließt sie Elly Astorias Biografie zu schreiben. Sie beginnt mit der Recherche, spricht mit denen die Elly kannten, mit den Nachbarn, der Lehrerin und den Frauen der Band „Sisterhood“. Doch Elly und ihr Schicksal sind schwer zu greifen und je mehr Amy zu erfahren versucht, je mehr gerät sie in Gefahr.

Wie meistens bei Liza Cody ist es ein Krimi und doch wieder nicht. Es gibt keine klassische Ermittlerin, in Lady Bag und Krokodile und edle Ziele ist es eine Obdachlose, in Miss Terry eine muslimische Lehrerin, hier nun eine Schriftstellerin, die einfach nur ein Buch schreiben will und bei der Recherche mehr und mehr im Sumpf aus Lügen, Verrat und Gewalt zu versinken droht, gleichzeitig aber auch sich selbst ein gutes Stück näher kommt.

Besonders gefallen hat mir die Erzählweise, die die Autorin für dieses Buch gewählt hat. Die Geschichte wird nicht straight von Punkt A zu Punkt B erzählt, sondern in Form von Tagebuchfragmenten, Interviews, Notizen und Beobachtungen. Eine Recherche eben.

Ballade einer vergessenen Tote

Autorin: Liza Cody

Übersetzer: Martin Grundmann

Verlag: Ariadne Argument

ISBN 978-3-8675423-88

Preis: 22,00 € Hardcover

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